Palliative Care kompetent anleiten
21. September 2026 – 23. September 2026
Pflichtfortbildung für Praxisanleiter*innen nach § 4 PflAPrV
Referent*innen

Melanie Weber
Palliative-Care-Fachkraft, zertifizierte Kursleiterin (DGP), verantwortliche Pflegefachkraft

Annette Obertshauser
Palliative-Care-Fachkraft, Praxisanleiterin, Atemtherapeutin

Katharina Gold
Diplompädagogin, Systemische Therapeutin (DGSF), Supervisorin
Kursbeschreibung
Palliative Care stellt Praxisanleiter*innen vor besondere fachliche, pädagogische und emotionale Anforderungen. Diese dreitägige Fortbildung verbindet fundiertes Grundlagenwissen in Palliative Care mit berufspädagogischer Kompetenz und reflektierter Praxisanleitung.
Im Mittelpunkt stehen die fachlichen Grundlagen, deren strukturierte Vermittlung im Ausbildungsalltag sowie der professionelle Umgang mit herausfordernden palliativen Situationen. Die Teilnehmenden erweitern ihre Anleitungskompetenz, lernen geeignete Methoden für sensible Themenfelder kennen und stärken ihre Rolle als fachliche Orientierung und Begleitung für Auszubildende.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kollegialer Beratung, Motivation, Resilienz und Selbstreflexion. Durch praxisnahe Fallarbeit, moderierten Austausch und strukturierte Reflexionsmethoden werden Handlungssicherheit und nachhaltiger Transfer in den Berufsalltag gefördert.
Die Fortbildung erfüllt die Anforderungen der jährlichen Pflichtfortbildung gemäß § 4 PflAPrV.
Aufbau und Inhalte
Modul 1 – Grundlagen Palliative Care und Einordnung in Ausbildung und Praxisanleitung (8 UE)
- Definition, Zielsetzung und Abgrenzung (kurativ – palliativ – hospizlich)
- Haltung, Werte und ethische Grundprinzipien
- Lebensqualität, Symptomlinderung, Ganzheitlichkeit
- Rolle der Pflege im multiprofessionellen Kontext
- Bedeutung von Palliative Care in der generalistischen Pflegeausbildung
Modul 2 – Palliative Care pädagogisch vermitteln (8 UE)
- Rolle und Verantwortung der Praxisanleitung im palliativen Kontext
- Lernziele und Kompetenzentwicklung von Auszubildenden
- Planung und Gestaltung von Anleitungssituationen
- Didaktische Grundlagen für sensible Themen (Sterben, Tod, Abschied)
- Methoden: Fallarbeit, Beobachtungsaufträge, Reflexionsgespräche, praxisnahe Lernaufgaben
- Gesprächsführung, Umgang mit Unsicherheit und emotionaler Belastung
- Feedbackkultur und Begleitung von Lernprozessen
Modul 3 – Kollegiale Beratung, Motivation und Resilienz (8 UE)
- Strukturierte kollegiale Fallberatung
- Reflexion professioneller Rolle und Belastung
- Motivation in der Praxisanleitung
- Resilienz und Selbstfürsorge
- Transferstrategien für den Berufsalltag
Ziel
Die Fortbildung befähigt Praxisanleiter*innen, Palliative-Care-Grundlagen fachlich fundiert und pädagogisch angemessen zu vermitteln. Gleichzeitig stärkt sie die Kompetenz zur kollegialen Beratung sowie zur reflektierten und resilienten Gestaltung der eigenen Anleitungspraxis.
Zielgruppe
Praxisanleiter*innen in der Pflege, die ihre jährliche Pflichtfortbildung gemäß § 4 PflAPrV absolvieren und ihre Kompetenzen im palliativen Kontext vertiefen möchten.
Umfang
24 Unterrichtseinheiten (3 Tage à 8 UE)
Termin(e)
- Montag, 21.09.2026
- Dienstag, 22.09.2026
- Mittwoch, 23.09.2026
Unterrichtszeiten
Jeweils von 9.00 bis 16.30 Uhr
Kursgebühr
349€
Nachweis
Teilnahmebescheinigung gemäß § 4 PflAPrV